Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin
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Entstehung menschlichen Lebens, Erläuterung des Kinderwunschzentrums Mönchengladbach

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Quelle:
Serono Pharma GmbH,
Unterschleißheim

In der ersten Hälfte des weiblichen Menstruationszyklus reifen in den Eierstöcken einer gesunden Frau ein bis drei Eizellen heran. In dieser Phase spielen zwei Hormone, das follikelstimulierende Hormon (FSH) und das luteinisierende Hormone (LH) eine entscheidende Rolle. Beide werden von der Hirnanhangdrüse gebildet und an den Blutkreislauf abgegeben. Diese wiederum wird von sogenannten Releasing-Hormonen gesteuert, die vom Hypothalamus (Zwischenhirn) abgegeben werden. Das FSH stimuliert und unterstützt die im Eibläschen (Follikel) der Eierstöcke heranwachsende Eizelle. Das Eibläschen bildet weibliche Geschlechtshormone (Östrogene), die den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bewirken. Zur Zyklusmitte hin nimmt der LH-Gehalt im Blut stark zu. Dieses hormonelle Signal verursacht das Platzen des Eibläschens, den sogenannten Eisprung (Ovulation), und damit das Austreten der Eizelle aus dem Eierstock.


Der verbleibende Rest des Eibläschens wird nun zum Gelbkörper (Corpus luteum). Dieser bildet Östrogene und Progesteron, ein Hormon, das die Gebärmutterschleimhaut auf die Einnistung (Implantation) eines Embryos vorbereitet. Beim Eisprung gelangt die Eizelle in den Eileiter, wo sie innerhalb der folgenden 24 Stunden für die Aufnahme einer Samenzelle empfänglich ist. Durch das Eindringen einer Samenzelle in die Eizelle wird diese befruchtet. Väterliche und mütterliche Erbanlagen verschmelzen. Die befruchtete Eizelle wandert nun den Eileiter hinab in die Gebärmutter. Hierbei teilt sie sich mehrmals und wird bereits als Embryo bezeichnet. Nach 4 - 5 Tagen nistet sich der Embryo in der Gebärmutterschleimhaut ein, die Schwangerschaft beginnt.


Die Schwangerschaftsanlage (Embryo und Mutterkuchen) bildet nun das Schwangerschaftshormon hCG (humanes Choriongonadotropin) und signalisiert dem Gelbkörper damit über den Blutkreislauf die Progesteronbildung fortzusetzen. Eine Schwangerschaft kann daher durch den Nachweis von hCG im Blut erkannt werden.

Wird die Eizelle nicht befruchtet oder unterbleibt die Einnistung eines Embryos, stellt der Gelbkörper seine Hormonproduktion ein und bildet sich zurück. Die ausbleibenden Östrogen-Progesteronsignale führen dazu, daß die Gebärmutterschleimhaut mit der nächsten Monatsblutung ausgestoßen wird. Ein neuer Zyklus beginnt.


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