Kinderwunschzentrum
Mönchengladbach

Kinderwunschzentrum
Dres. med. Georg Döhmen/Thomas Schalk QM zertifiziert (DIN EN ISO 9001)



Symposium „Adulte Stammzellen“ in Mönchengladbach

Symposium „Adulte Stammzellen“ in Mönchengladbach

Lassen sich mit Hilfe adulter Stammzellen zerstörte Herzmuskeln regenerieren, zugrunde gegangene Leberzellen wiederherstellen, zerstörte Nervenzellen ersetzen oder Haut-, Knochen- und Knorpelzellen nach vorangegangenem „Tissue-Engineering“ therapeutisch anwenden? Werden hierdurch längerfristig Herz- und Lebertransplantationen oder operativer Gelenkersatz durch künstliche Gelenke überflüssig?

Ausgiebig diskutiert wurden diese und eine Fülle weiterer Fragen beim Weiterbildungs-Symposium „Adulte Stammzellen, Perspektiven für die Therapie“, das am 28.06.2003 im Kaisersaal des Hauses „Erholung“ in Mönchengladbach unter Leitung der beiden Initiatoren, Herr Prof. Dr. med. H.E. Reis, Leiter der Medizinischen Klinik I der Kliniken Maria Hilf GmbH, Mönchengladbach und Herr Dr. med. G. Döhmen, Leiter des Reproduktionsmedizinischen Zentrums Mönchengladbach, stattfand.

Wissenschaftlich tätige, hochkarätige Experten stellten diese umfangreiche, hochaktuelle Thematik in einer Reihe von Vorträgen dar und zeigten die therapeutischen Perspektiven auf, die sich in den verschiedenen medizinischen Fachgebieten durch direkten Einsatz von adulten Stammzellen, aber auch durch die Zucht von „Ersatzgeweben“ mit Hilfe dieser Zellen zum Zwecke der Transplantation abzuzeichnen beginnen.

Vertretern aus Politik, Ethik und den Krankenkassen wurde ebenfalls die Gelegenheit gegeben, sich in Vorträgen zur Stammzellproblematik aus wissenschafts-, gesellschafts- und sozialpolitischer Sicht zu äußern.

Aufgrund des fachlich breit gefächerten Vortragsangebots konnten die Teilnehmer somit ein umfassendes Bild vom momentanen Stand der medizinischen Forschung an adulten Stammzellen, aber auch der hiermit verbundenen sozialpolitischen Aspekte gewinnen. Die Beiträge machten deutlich, dass die jüngsten Erfolge mit adulten Stammzellen die Diskussion um den Einsatz embryonaler Stammzellen in der klinischen Anwendung bald beenden könnten, da die Einsatzmöglichkeiten der adulten Stammzellen offenbar außerordentlich vielseitig sind.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die adulte Stammzelle in der Tat ein spannendes Kapitel der zukünftigen Medizin schreiben wird und auf dem besten Wege ist, frei von ethischen Bedenken, eine Schlüsselrolle in der Entwicklung neuer Therapien einzunehmen.

Nicht nur die erfreulich hohe Anzahl an Teilnehmern, sondern auch der wissenschaftlich führenden Referenten, die zu diesem Symposium zusammenkamen, zeigte, wie hoch das Interesse an diesem neuen Forschungsgebiet ist und welche Hoffnungen damit verbunden sind.
Quelle: Fit for Business, Ausgabe 3/2003


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