13.07.2007
Aus Stammzellen künstliche Spermien entwicklen?
Bisher gelang es nur bei Mäusen, aus deren embryonalen Stammzellen
Spermien zu gewinnen und damit erfolgreich Oozyten zu befruchten.
Inzwischen haben Wissenschaftler bereits einen ersten Schritt hin
zur künstlichen Erzeugung von Spermien auch beim Menschen getan,
wie die Ärzte Zeitung kürzlich berichtete.
Forscher in Deutschland haben aus Stammzellen von gesundem Knochenmark
Spermien-Vorläufer-Zellen gezüchtet. Dies wird als wichtiger Meilenstein
hin zu künstlichen Spermien angesehen. Verwendet wurden von den Wissenschaftlern
aus Göttingen und Hannover in ihren Versuchen mesenchymale Stammzellen, d. h. Zellen
des embryonalen Bindegewebes.
Dies gebe aber noch keinen Anlass für allzu große und vor allem verfrühte Hoffnungen,
warnt Professor Karim Nayernia von der Uni in Göttingen. Eine Befruchtung menschlicher
Eizellen allein mittels dieser Zellen sei bis dato nicht möglich, weil die erzeugten
Keimzellen noch nicht vollständig ausreifen.
Weitere Studien und natürliche Diskussionen über die damit zusammenhängenden
ethischen Aspekte sind Voraussetzung für die Forscher auf dem Weg hin zur
erfolgreichen Züchtung künstlicher Spermien.
