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24.06.2005

Höhere Geburtenrate durch biotechnologisch hergestellte Fertilitätshormone

Endlich einmal ermutigende Nachrichten für Paare, die sich bisher vergeblich ein Kind wünschen. Denn erstmals ergeben sich aus einer groß angelegten Praxisstudie klare Aussagen über die Wirksamkeit von unterschiedlichen Medikamenten im Rahmen der Kinderwunschbehandlung. So haben Patientinnen, die mit rekombinanten, also biotechnologisch hergestellten Fertilitätshormonen behandelt wurden im Vergleich zu Patientinnen, die so genannte urinäre Hormone bekamen (gewonnen aus dem Urin von Frauen in der Menopause) eine um 16,6 Prozent höhere Chance auf ein Kind. Wird dann noch der Medikamentenverbrauch pro Lebendgeburt berechnet, kommt das urinäre Medikament auf eine im Schnitt 39,5 Prozent höhere Gesamtdosierung.

Dr. Michael Ludwig vom Endokrinologikum Hamburg sieht in den Ergebnissen der Studie ein klares Signal für die Reproduktionsmedizin: „Ziel einer extrakorporalen Befruchtung ist die Geburt eines Kindes. Das im Labor biotechnologisch hergestellte follikelstimulierende rekombinante Hormon hat sich gegenüber dem aus Urin gewonnenen als effektiver erwiesen, dieses Ziel zu erreichen. Mit urinärem hMG müssen Sie pro Behandlungszyklus etwa 7 Ampullen mehr einsetzen, um weniger Schwangerschaften zu induzieren.“ Serono stellt als einziges Unternehmen alle in der Kinderwunschbehandlung eingesetzten Hormone in biotechnologischen Verfahren her. Dadurch lassen sich Produkte von höchster Reinheit erzielen, deren Wirkstoffe sich bis in den Mikrogramm-Bereich genau messen lassen. Das ermöglicht eine äußerst exakte Dosierung während des gesamten Behandlungszyklus“.

24.764 Behandlungszyklen und ein klares Ergebnis: Rekombinante Hormone erhöhen Chancen der Kinderwunschbehandlung
Bisher lagen nur wenige gesicherte Daten über den Vergleich verschiedener Medikamente im Rahmen der Kinderwunschbehandlung vor. Für den Beweis eines Vor- oder Nachteils reichten sie nicht aus. Das hat sich jetzt durch die bisher größte durchgeführte Praxisstudie geändert. Ausgewertet wurden 24.764 Behandlungszyklen mit assistierten Reproduktionstechniken – das entspricht etwa 80 Prozent aller in diesem Zeitraum (1. Januar bis 31. Dezember 2002) durchgeführten IVF- und ICSI-Behandlungen in Deutschland. Ziel der Untersuchung war es, die Zahl der Lebendgeburten zu ermitteln sowie den Substanzverbrauch pro Zyklus, pro Schwangerschaft und pro Geburt. In allen Kategorien schnitt die Gruppe der Patientinnen, die mit rekombinanten, d.h. biotechnologisch erzeugten Hormonen behandelt wurden, besser ab: Die Lebendgeburtenrate lag um 16,6 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe, die mit urinären Hormonen stimuliert wurde. Und das bei deutlich geringerer Dosierung: In der Vergleichsgruppe musste pro Geburt um 39,5 Prozent mehr Substanz eingesetzt werden.

Unterschiede: rekombinante und urinäre Fertilitätshormone
Biotechnologisch hergestellte Hormone weisen im Hinblick auf Qualität und Dosierung weitere signifikante Vorteile auf. Denn Hormone, die aus dem Urin postmenopausaler Frauen gewonnen werden, können mit biologisch aktiven Proteinen verunreinigt sein. Außerdem schwankt die Wirksamkeit urinärer Produkte aufgrund der nicht festgelegten Spenderauswahl und der schlechten Qualitätskontrollen des Ausgangsmaterials. Daraus ergibt sich für Dr. Miguel Hinrichsen vom Zentrum für IVF und Reproduktionsmedizin Bad Münder die Schlussfolgerung: „Urinäre Produkte entsprechen nicht mehr dem heutigen medizinischen Kenntnisstand. Mit rekombinanten Produkten kann deutlich mehr erreicht werden.“ Exakt daran arbeitet Serono, da das Unternehmen – bisher als einziges weltweit - alle für die Kinderwunschbehandlung notwendigen Hormone mit Hilfe der rekombinanten DNA-Technologie herstellt. Mit dieser Technologie lassen sich Produkte von höchster Reinheit erzielen. Das so genannte „Filled-by-Mass“-Verfahren ermöglicht zudem eine genaue Abmessung des Wirkstoffs im Mikrogramm-Bereich. Dadurch kann jedes dieser Präparate exakt dosiert werden.

Quelle: Serono GmbH

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