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19.08.2005

Gentechnisches r-hFSH ist urinären Präparaten überlegen

In der Fruchtbarkeitsbehandlung ist die Stimulation der Eierstöcke mit Hilfe von Gonadotropinen von ganz wesentlicher Bedeutung. Inzwischen stehen neben den Substanzen, die aus dem Urin von Frauen nach den Wechseljahren hergestellt werden (urinäre Präparate), gentechnisch entwickelte Medikamente zur Verfügung. Eine Studie aus Hamburg untersuchte insgesamt 24.764 Behandlungszyklen mit assistierten Befruchtungstechniken (IVF, ICSI), die 74 reproduktionsmedizinische Zentren zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember 2002 dokumentiert und gemeldet hatten, im Hinblick auf die Wirkung der verabreichten Medikamente.

Bei 19.008 Zyklen hatten die Frauen r-hFSH, bei 5.756 Zyklen ein herkömmliches humanes Menopausengonadotropin (u-hMG) erhalten. Geprüft wurden die Lebendgeburtenrate pro Zyklus und der Substanzverbrauch pro Zyklus. Mit 16,9 gegenüber 14,5 Prozent war die Geburtenrate pro Zyklus mit r-hFSH deutlich höher als mit u-hMG. Im Schnitt benötigten diejenigen Frauen, die r-hFSH erhielten, 31 Ampullen (75 Internationale Einheiten/IE) des Präparates. Die Frauen der u-hMG-Gruppe brauchten dagegen 37,7 Ampullen (75 IE). Nach Angaben der Studie zog die Behandlung mit u-hMG einen Mehrverbrauch an Gonadotropinen von 39,5 Prozent nach sich.

Die Behandlung mit r-hFSH ist also günstiger als die mit u-hMG, obwohl das gentechnisch gewonnene Mittel einen höheren Verkaufspreis hat als das urinäre Produkt. Auf Grund des geringeren Verbrauchs kostet die Behandlung mit r-hFSH durchschnittlich pro Lebendgeburt 7.413,49 Euro gegenüber 8.266,61 Euro bei der Behandlung mit u-hMG.

Quelle: Serono GmbH

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