26.08.2005
Soja schadet Spermien
An fruchtbaren Tagen sollten Frauen auf Soja möglichst verzichten. Nach Angaben der britischen Wissenschaftler genügt schon eine geringe Menge des in Soja enthaltenen Genisteins, um die Spermien zu beeinträchtigen.Im Laborversuch wiesen die Forscher nach, dass der Stoff bei einem großen Spermaanteil einen bestimmten „Mechanismus“ in Gang setzt. Es geht um die so genannte Kapazitation, die Reifung der Samenzellen im weiblichen Genitaltrakt, die der Befruchtung der Eizelle vorausgehen muss. Ohne den Einfluss von Genistein kommt es im Körper erst nach einer viel längeren Zeitspanne zu dieser Reaktion. Die Substanz sorgt also dafür, dass die Spermien viel zu früh „aktiviert“ werden und keine erfolgreiche Befruchtung erfolgen kann.
Genistein ist ein pflanzliches Östrogen (Phytoöstrogen). Es ist in allen Sojaprodukten, also in Sojamilch, aber auch in vegetarischen und Fertigmahlzeiten wie Pizzas enthalten. Ähnliche Wirkungen scheinen anderen Untersuchungen zufolge auch hopfenbasierte Produkte zu haben, die ebenfalls pflanzliches Östrogen enthalten.
Quelle: Serono GmbH
