16.09.2005
Grund für Kinderlosigkeit hat keinen Einfluss auf Fehlgeburtenrate
Wie „Human Reproduction“ berichtet, hatten die Forscher den Verlauf von 1.244 Einlingsschwangerschaften nach einer Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) untersucht. 55 Prozent der Paare waren wegen einer eingeschränkten männlichen Fruchtbarkeit behandelt worden, 3,6 Prozent wegen Endometriose (gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe siedelt sich außerhalb der Gebärmutter an), 4,3 Prozent wegen eines PCO-Syndroms (polyzystische Ovarien), 9,1 Prozent wegen Eileiterschäden und 27,6 Prozent wegen ungeklärter Ursachen.72,2 Prozent der Schwangerschaften waren unproblematisch verlaufen, und die Zahl der frühen Fehlgeburten zeigte sich bei keiner der genannten Ursachen höher als im Durchschnitt. Allerdings hatte das Alter der betroffenen Frauen Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft: Bei 42,1 Prozent der Frauen über 40 kam es zu einer frühen Fehlgeburt. Keinen Einfluss auf die Erfolgsaussichten der jeweiligen Schwangerschaft hatte auch, ob die Spermien aus dem Ejakulat oder mit Hilfe einer Gewebsentnahme aus dem Hoden gewonnen worden waren.
Diese Zahlen legen nach Angaben der Wissenschaftler nahe, dass der Grund für die Kinderlosigkeit keinen Einfluss auf die Zahl der Fehlgeburten hat. Sie betonen aber auch, dass es sich dabei um ein vorläufiges Forschungsergebnis handelt.
Quelle: Serono GmbH
