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14.10.2005

ICSI-Kinder sind intelligenter

Die belgischen Forscher hatten insgesamt 151 per ICSI gezeugte Kinder im Alter von acht Jahren, deren Entwicklung sie bereits früher beobachtet hatten, mit natürlich gezeugtem Nachwuchs verglichen. Dabei stellte sich heraus, dass im motorischen Bereich keinerlei Unterschiede bestanden und die ICSI-Kinder in Sachen Intelligenz den anderen leicht überlegen waren. Dieses Ergebnis widerspricht einigen kleineren Studien, die diesen Kindern Entwicklungsverzögerungen bescheinigten.

Allerdings ist nach Ansicht der Wissenschaftler nicht die Zeugungsmethode der Grund für das bessere Abschneiden der ICSI-Kinder. Zwar stammten sowohl sie als auch die normal gezeugten Kinder jeweils aus vergleichbarem sozialem Milieu und ihre Eltern verfügten über das gleiche Bildungsniveau. Die Unterschiede scheinen vielmehr auf eine verstärkte Förderung der ICSI-Kinder hinzudeuten. Die Eltern haben sich ihren Kinderwunsch erst nach langem Warten und einer Fruchtbarkeitsbehandlung erfüllen können, so dass sie ihre Elternrolle von Anfang an mit besonders großer Motivation annahmen.

Mediziner und Psychologen führen auch die in früheren Studien festgestellte leichte Entwicklungsverzögerung bei kleineren ICSI-Kindern auf diese Tatsache zurück. Sie beobachteten bei den betroffenen Müttern eine besonders große Fürsorge und Kontrolle. Die Kinder wurden seltener in Kindergärten und Spielgruppen gegeben. Das könne jedoch, so die Experten, die Entwicklung der Kinder und ihres Sozialverhaltens zunächst leicht hemmen.

Quelle: Serono GmbH

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