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21.10.2005

ACE-Hemmer beeinträchtigen Fruchtbarkeit nicht

ACE ist ein Eiweiß spaltendes Molekül, das inaktives Angiotensin I, eine aus verschiedenen Eiweißmolekülen bestehende Kette, in Angiotensin II umwandelt. Hierzu trennt es bestimmte Eiweiße von dieser Kette ab. Angiotensin II zieht die Blutgefäße zusammen und erhöht auf diese Weise den Blutdruck. ACE-Hemmer behindern, wie ihr Name schon nahe legt, das Enzym ACE in seiner Arbeit. Auf Grund dieser Wirkung werden sie zur Behandlung von Bluthochdruck und Herz- sowie Niereninsuffizienz eingesetzt.

Nach den Erkenntnissen japanischer Forscher hat ACE jedoch noch eine weitere, bislang unbekannte Wirkung. Es kann nicht nur Eiweiße von der Angiotensin-I-Molekülkette abspalten, sondern löst noch andere Eiweißmolküle von der Zellmembran ab. Deren Freisetzung ist für die Fruchtbarkeit bedeutsam, denn sie ermöglicht das Verschmelzen von Spermium und Eizelle. Nach Angaben der Forscher hatten Mäuse, die wegen eines genetischen Defekts kein ACE besitzen, nicht nur einen niedrigen Blutdruck, sondern erwiesen sich darüber hinaus als unfruchtbar.

Doch Männer, die ACE-Hemmer einnehmen müssen, können beruhigt in die Zukunft blicken. Diese Medikamente behindern nur die Umwandlung von Angiotensin I in Angiotensin II, nicht aber die Abspaltung der für die Fruchtbarkeit wichtigen Eiweißmolküle. Keinerlei Anzeichen deuten bisher auf eine verminderte Zeugungsfähigkeit der betroffenen Patienten hin.

Quelle: Serono GmbH

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