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04.11.2005

Anabolika und Übergewicht machen unfruchtbar

Muskeln kommen bei den meisten Frauen an. Darum arbeiten viele Männer im Fitnessstudio hart am Erscheinungsbild ihres Körpers – oft unterstützt durch die Einnahme von Anabolika. Doch war die Suche nach einer geeigneten Partnerin endlich erfolgreich und das frischgebackene Paar möchte sich den Kinderwunsch erfüllen, folgt nicht selten ein böses Erwachen: Der ersehnte Kindersegen bleibt aus und das liegt offenbar an den eingenommenen Steroiden. So deckten Forscher der Yale-Universität unlängst auf, dass Anabolika zu einer vollständigen Azoospermie, also dem Fehlen von Spermien im Ejakulat, führen können.

Sie hatten insgesamt 15 Patienten untersucht, die die Einnahme von Anabolika eingestanden hatten. Elf von ihnen wiesen niedrige Spiegel von Testosteron, FSH und LH im Blut auf. Neun davon verfügten über eine Azoospermie, die beiden anderen über eine Oligospermie, in ihrem Ejakulat befanden sich also zu wenige Spermien. Nach dem Absetzen der Anabolika regenerierte sich bei sieben der neun Männer mit Azoospermie die Spermienproduktion langsam wieder, bei zweien entwickelte sich die Bildung neuer Spermien spontan. Bei den restlichen fünf Patienten halfen die Ärzte der männlichen Fruchtbarkeit mit einer Hormontherapie auf die Sprünge.

Eine weitere US-amerikanische Untersuchung zeigte, dass übergewichtige Männer ebenfalls Probleme mit der Fortpflanzung haben können. Die Forscher fanden heraus, dass Männer mit Übergewicht um 24 Prozent niedrigere Hormonwerte und mit krankhafter Fettsucht um 26 Prozent niedrigere Hormonwerte hatten als ihre normalgewichtigen Geschlechtsgenossen. Männer mit einem hohen Bodymass-Index zeigten zudem häufiger krankhafte Befunde im Spermiogramm.

Quelle: Serono GmbH

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