02.12.2005
Kryokonservierung mindert Erfolg
Die Behandlungszyklen des Jahres 2003, die in 116 deutschen Zentren für In-vitro-Fertilisation aufgezeichnet worden waren, wiesen eine Schwangerschaftsrate von 28 Prozent pro Embryonentransfer nach IVF oder ICSI auf. Dagegen schrumpfte die Schwangerschaftsrate nach der Kryokonservierung der Keimzellen auf 16 Prozent.Im Schnitt waren pro Zyklus 2,17 Embryonen übertragen worden. Nach Angaben der Reproduktionsmediziner hat die Übertragung der durch den Gesetzgeber erlaubten drei Embryonen nicht den gewünschten Effekt: Vor allem bei jüngeren Frauen steigerte die Übertragung von drei statt zwei Embryonen die Schwangerschaftsrate nicht. Dagegen nimmt das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft mit größeren Risiken für Mutter und Kind zu. Die Übertragung nur eines Embryos ist für Mutter wie Kind am schonendsten, allerdings liegt die Schwangerschaftsrate hier nur bei 13 Prozent.
Helfen könnte der selektive Embryonentransfer, bei dem aus mehreren Embryonen der lebensfähigste ausgewählt wird. Dies ist jedoch hier zu Lande nicht erlaubt. Zulässig ist die so genannte Polkörperdiagnostik (PKD) an befruchteten Eizellen, mit deren Hilfe Fehlverteilungen von Chromosomen nachgewiesen werden können. Eine multizentrische Studie prüft derzeit, ob sich durch eine routinemäßige PKD die Fehlgeburtenrate nach IVF oder ICSI reduzieren lässt.
Quelle: Serono GmbH
