27.01.2006
Großbritannien: Heimtest prüft Spermien
Wie das Deutsche Ärzteblatt berichtet, war der HMT mit dem Laborstandard einer computerassistierten Spermienanalyse verglichen worden. Bei insgesamt 129 Proben betrug die Übereinstimmung 95 Prozent. Während der Entwicklungsphase des Tests waren mehr als 3.000 Spermienproben untersucht worden.Der HMT besteht aus einem Gerät, das die Zervixbarriere, also die im Gebärmutterhals herrschenden Bedingungen, nachahmt. Die Zervixbarriere ist das wichtigste „Hindernis“, das die Spermien bei einer normalen Befruchtung überwinden müssen, um zur Eizelle zu gelangen.
Und so funktioniert es: Der Mann füllt an einer Stelle des Gerätes eine Probe seines Ejakulats ein. Durch Drücken einer bestimmten Taste startet er den Test. Den Spermien bleibt jetzt eine halbe Stunde, um durch ein kleines, mit einer hyaloronsäurehaltigen Flüssigkeit gefülltes Röhrchen zum Zielpunkt zu wandern. Hier befinden sich Antikörper, die eine Farbreaktion auslösen. Ein roter Strich zeigt dem jeweiligen Anwender, ob er über genügend bewegliche Spermien verfügt, oder ob er und seine Partnerin lieber über eine Kinderwunschbehandlung nachdenken sollten.
Der Test gilt nach Angaben von Wissenschaftlern der Universität Birmingham, die ihn entwickelt haben, als „narrensicher“. Er wird seit Beginn des Jahres in Großbritannien rezeptfrei vertrieben.
Quelle: Serono GmbH
