Kinderwunschzentrum
Mönchengladbach

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10.04.2006

Polyzystisches Ovarialsyndrom: Neue Therapie bei unerfülltem Kinderwunsch

Etwa sechs Prozent aller Frauen leiden an einem Überschuss männlicher Hormone. Ursache ist meist ein PCOS, und dies ist eine der häufigsten Ursachen für unerfüllten Kinderwunsch: In den Eierstöcken - den Ovarien - der betroffenen Frau sammeln sich bei dieser hormonellen Störung zahlreiche Eibläschen an. Bei vielen Frauen mit PCOS findet sich außerdem ein erhöhter Anteil männlicher Hormone im Blut. Die Folgen: Vermehrte Körperbehaarung, Akne und Haarausfall. Häufig kommt es zu Zyklusstörungen, ein Eisprung findet oft nicht statt - die Frauen sind unfruchtbar.
"Metformin wird inzwischen zunehmend zur Kinderwunschtherapie bei PCOS eingesetzt", erläuterte Privatdozent Dr. Onno Janssen vom Universitätsklinikum Essen. Bei vielen Patientinnen verliert zudem das Hormon Insulin seine Wirkung. Ähnlich wie bei einem Altersdiabetes muss der Körper immer mehr Insulin produzieren, um den Blutzucker in Grenzen zu halten. Der hohe Insulinspiegel führt wiederum dazu, dass der Körper noch mehr männliche Hormone bildet.
Der Wirkstoff Metformin verbessert die Insulinwirkung. Hormonhaushalt und Zyklus normalisieren sich, auch der Eisprung findet wieder statt. Damit haben die Frauen gute Voraussetzungen, auf natürliche Weise schwanger zu werden. Offiziell ist Metformin noch nicht zur Behandlung von PCOS zugelassen. "Eine Therapie kann aber im Rahmen eines Heilversuchs durchgeführt werden", so Janssens vorläufiges Fazit.
Quelle: DGE-Kongress März 2006
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