12.07.2006
Maßgeschneidertes Programm bringt Frauen in Bewegung
Insbesondere Frauen aus sozial benachteiligten Schichten bewegen sich selten. Dabei liegt es nicht an mangelndem Interesse, dass die Frauen wenig Sport treiben, sondern eher an fehlenden Angeboten für diese Zielgruppe. Denn erste Zwischenergebnisse des BIG-Projekts (Bewegung als Investition in Gesundheit) zeigen, dass diese Frauen mit einem zielgruppengerechten Programm durchaus sportlich aktiv werden, dabei bleiben und insgesamt mehr für ihre Gesundheit tun.
"Die Frauen haben uns zum Beispiel darauf hingewiesen, wie wichtig es ist, eine Kinderbetreuung während der Kurse anzubieten, und außerdem die Kurszeiten mit beeinflusst", erklärt Projektmitarbeiterin Dr. Ulrike Röger von der Universität Erlangen-Nürnberg.
Auch die Kursinhalte bestimmten die Frauen mit. Auf ihren Wunsch hin beinhalten die beiden gesundheits- und fitnessorientierten Bewegungsprogramme "Fit mit Spaß" und "Sanfte Bewegung" zum Beispiel ausdauerorientierte Aerobic-Elemente und Entspannungsübungen, aber auch Möglichkeiten für sozialen Austausch.
Das Modellprojekt mit verschiedenen Sportangeboten für Frauen läuft bereits ausgesprochen erfolgreich an drei verschiedenen Standorten in Erlangen. Ab 2006 soll das BIG-Projekt in anderen Regionen Deutschlands und auch international verbreitet werden.
Quelle: BM für Bildung und Forschung, Juni 2006
MedCon AG
