Ursachen bei dem Mann

Ursachen der ungewollten Kinderlosigkeit beim Mann

Hodenfunktionsstörungen

Die am häufigsten auftretende Störung beim Mann ist eine eingeschränkte Bildung normaler, gut vorwärts beweglicher Samenzellen. Im Normalfall sollte ein Milliliter Samenflüssigkeit mindestens 20 Millionen Samenzellen enthalten, von denen etwa knapp ein Drittel normal geformt sein sollte. Um zu gewährleisten, daß eine ausreichend große Anzahl an Samenzellen den beschwerlichen Weg durch Scheide, Gebärmutterhals- und höhle und die Eileiter hinauf zur Eizelle zurücklegen kann, sollte zumindest die Hälfte der Samenzellen vorwärts beweglich sein. Liegen die Spermawerte unter diesen Normalwerten ist die Zeugungsfähigkeit eines Mannes eingeschränkt. Hodenfunktionsstörungen können vererbt sein oder durch Verletzungen und Unfälle verursacht werden. Sehr häufig sind auch Krampfadern (Varikocele) der Grund. Nicht rechtzeitig erkannte und behobene Lageanomalien im frühen Kindesalter (Hodenhochstand) führen häufig zu einer nicht korrigierbaren Schädigung des Hodens. Samenreifungsstörungen können auch die späte Folge einer Mumps-Infektion in der Kindheit sein. Auch fieberhafte oder infektiöse Erkrankungen schränken mitunter die Samenbildung der Hoden vorrübergehend ein. Übermäßiger Genuß von Alkohol und Nikotin sowie Streß und Uweltbelastungen sind weitere Faktoren, die einen negativen Einfluß auf die Samenzellbildung nehmen können.

Gestörte Samenzell-Eizell-Interaktion

Unabhängig von der Samenzelldichte können auch funktionelle Störungen das Eindringen der Samenzelle in die Eizelle erschweren oder blockieren und damit die Unfruchtbarkeit verursachen.

Transportstörungen der Samenleiter

Bei einigen Männern werden zwar in ausreichender Zahl Samenzellen gebildet, allerdings finden sich in ihrem Sperma dennoch wenige oder gar keine Samenzellen, da diesen der Weg durch eine Blockade der Samenleiter versperrt ist. Die Ursachen hierfür können auf einer Verklebung der Samenleiter oder Nebenhodengänge beruhen, die Folge einer Entzündung ist. Verschlossene oder unterentwickelte Samenleiter können aber auch vererbt sein. Auch Verletzungen und Operationen (z. B. nach Leistenbruch) können eine Störung des Samentransportes zur Folge haben.

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04.05.2018

Veranstaltung der DGRM

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19.02.2018

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