Behandlungsmethoden

Die Behandlungsmethoden im Kinderwunschzentrum

Manchmal stellt es sich schon nach der ersten Befragung heraus: Der Geschlechtsverkehr war zu selten oder zur falschen Zeit. Zykluskontrolle und Sex zum richtigen Zeitpunkt helfen dann schon. Hat sich aber eine Störung der Eizellreifung herausgestellt, ist meist die Gabe von Medikamenten nötig.

Assisted hatching (Schlüpfhilfe per Laser)

Durch »assisted hatching« wird unmittelbar vor dem Embryotransfer eine Öffnung in die den Embryo umgebende Hülle (Zona pellucida) eingebracht um diesem das Verlassen der Hülle zu erleichtern und somit dessen Einnistung in der Gebärmutterschleimhaut zu ermöglichen. Empfohlen wird dieses Verfahren bei Patientinnen, die 38 Jahre und älter sind, bei der Übertragung von Embryonen, die aus kryokonservierten Eizellen hervorgegangen sind sowie bei Paaren, bei denen schon 2 - 3 IVF-Zyklen mit guten Transferergebnissen jedoch ausgebliebener Schwangerschaft durchgeführt wurden. Man geht davon aus, dass in diesen Fällen eine Verhärtung bzw. Verdickung der Zona pellucida die Ursache für die ausbleibende Einnistung der übertragenen Embryonen ist.

Blastozysten sind Embryonen, die sich nach Follikelpunktion und Befruchtung 5 Tage lang im Brutschrank entwickeln konnten und aus 64 bis 128 Zellen bestehen. Von allen befruchteten Eizellen entwickelt sich unter Kulturbedingungen nur etwa ein Drittel überhaupt zu einer Blastozyste. 
Bei einem Blastozystentransfer werden die Embryonen am 4. bzw. 5. Tag nach der Eizellentnahme in die Gebärmutter übertragen. Durch die längere Kultur erfolgt der Transfer zu dem Zeitpunkt, an dem die Embryonen üblicherweise die Gebärmutter erreichen und sich einnisten. 

Die Blastozystenkultur ist in Deutschland erlaubt – der Transfer der befruchteten Eizellen kann zwischen Tag 1 bis Tag 5 nach der Eizellentnahme erfolgen. 24 Stunden nach der Eizellentnahme erfolgt die Auswahl der sich in Befruchtung befindlichen Eizellen (PN-Stadien), die in der Zellkultur verbleiben sollen.

Im Tierversuch wurden Hinweise für ein leicht erhöhtes Risiko für Fehlbildungen bei verlängerten Kulturen nach dem 3. Tag beobachtet. 

Die Arbeitsgemeinschaft Reproduktionsmedizin Nordrhein e.V. übernimmt die Interessenvertretung ihrer Mitglieder in allen öffentlichen, berufspolitischen und wissenschaftlichen Belangen der Reproduktionsmedizin. Mit der Arbeitsgemeinschaft Reproduktionsmedizin Nordrhein e.V. steht ein kompetenter Ansprechpartner stellvertretend für die meisten nordrheinischen reproduktionsmedizinischen Zentren zur Verfügung.

Weitere Informationen

Bei Frauen, welche mehrfach Fehlgeburten erlitten haben, wurde im Rahmen wissenschaftlicher Studien die Gebärmutterschleimhaut auf das Vorkommen spezifischer Zellen des Immunsystems untersucht. Diese Zellen werden auch bei gesunden Frauen ohne Fehlgeburten nachgewiesen. Es besteht der Verdacht, dass eine zu hohe Anzahl dieser Zellen zu Problemen bei der Einnistung der Embryonen führen könnte.

 

1. Uterine natürliche Killerzellen (uNK-Zellen)

Grundlage:

Natürliche Killerzellen sind eine Subgruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Ihre Aufgabe besteht darin, Viren, Bakterien oder auch Tumorzellen zu eliminieren (daher „Killer“- Zellen). Man unterscheidet periphere (im Kreislauf zirkulierende) von uterinen Killerzellen. Die uterinen Killerzellen regulieren in der Frühschwangerschaft die Interaktion zwischen dem Embryo und dem mütterlichen Organismus.

Theorie:

Es gibt Hinweise, dass sich eine erhöhte Anzahl der uNK-Zellen negativ auf die Einnistung (Implantation) des Embryos auswirken könnte. Daher könnten Patientinnen mit einem sog. Implantationsversagen (es tritt trotz mehrfacher Transfers „guter“ Embryonen keine Schwangerschaft ein) oder mit wiederholten Fehlgeburten von einer Bestimmung der uNK-Zellen profitieren.

Eine solche Bestimmung erfolgt nach Gewebeentnahme von Gebärmutterschleimhaut im Rahmen einer Endometrium-Biopsie (siehe auch: Endometrium-Biopsie)

Ansatz:

Sollte eine erhöhte Anzahl nachgewiesen werden, besteht die Möglichkeit diese durch Lipidinfusionen zu senken. 
Derzeit besteht hierzu noch weiterer Studienbedarf und es wird ein wissenschaftlicher Diskurs geführt.

 

2. Uterine Plasmazellen

Grundlage:

Plasmazellen sind eine Subgruppe der weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Sie dienen der Produktion und Ausschüttung von Antikörpern. Ein vermehrtes Vorkommen dieser Plasmazellen in der Gebärmutterschleimhaut kann ein Hinweis auf eine chronische Entzündung der Gebärmutter sein (eine sog. chronische Endometritis). Diese Entzündung verläuft meist asymptomatisch oder mit nur sehr milden Symptomen.

Theorie:

Die Entzündung führt zu einer Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, beeinträchtigt die Einnistung oder weitere Entwicklung der Embryonen. Dies kann zu einem sog. Implantationsversagen (es tritt trotz mehrfacher Transfers „guter“ Embryonen keine Schwangerschaft ein) oder wiederholten Fehlgeburten führen.

Eine Bestimmung der uterinen Plasmazellen erfolgt nach Gewebeentnahme von Gebärmutterschleimhaut im Rahmen einer Endometrium-Biopsie (siehe auch: Endometrium-Biopsie).

Ansatz:

Durch eine Behandlung mit Antibiotika wird versucht, die für die Entzündung verantwortlichen Keime auszulöschen. Um den Erfolg der Behandlung zu überprüfen ist eine erneute Endometrium-Biopsie (siehe auch: Endometrium-Biopsie) erforderlich.

 

 

Was ist eine Endometrium-Biopsie?

Unter einer Endometrium-Biopsie versteht man die Entnahme einer geringen Menge von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium).

Hierzu wird ein kleiner Katheter oder eine kleine Curette durch den Gebärmutterhals bis in die Gebärmutterhöhle eingeführt und ein wenig Gewebe gewonnen. Dies kann im Rahmen der Sprechstunde erfolgen (eine Narkose ist nicht erforderlich) oder wird zusammen mit einer Gebärmutterspiegelung durchgeführt.

Das gewonnene Gewebe kann dann auf verschiedene Weisen untersucht werden (z.B. Histologisch; siehe auch: endometriale Plasma- und NK-Zellbestimmung, ERA-Test).

Was ist Endometrium-Scratching?

Es gibt verschiedene Studien die gezeigt haben, dass das leichte Anritzen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-Scratching) in der Gelbkörperphase des dem Stimulations- bzw. Transferzyklus vorangehenden Zyklus die Implantationschancen signifikant verbessern kann.

Wie wird das Endometrium-Scratching durchgeführt?

Zwischen dem 19.-27. Zyklustag wird mit einem dünnen Einmal-Sauger eine geringe Menge Schleimhaut durch den Gebärmutterhals hindurch gewonnen (i. d. R. nicht schmerzhaft).

Die Theorie ist, dass die Biopsie an der Gebärmutterschleimhaut eine lokale entzündungsähnliche Reaktion hervorruft. Diese “Entzündung” führt zu einer vermehrten Einwanderung weißer Blutkörperchen und Zellen der Immunabwehr mit vermutlich vermehrter Ausschüttung von Wachstumsfaktoren und Zytokinen, die die Einnistung begünstigen sollen.

Welche Risiken bestehen bei der Durchführung?

Das mögliche Risiko und Nebenwirkungen der Methode sind als gering einzustufen (Entzündung, Blutungen).

Wann sollte das Endometrium-Scratching durchgeführt werden?

Wenn 2 Zyklen einer IVF- oder ICSI-Behandlung durchgeführt wurden, ohne dass eine Schwangerschaft eingetreten ist, kann ggf. u.a. eine inadäquate endometriale Rezeptivität vermutet werden.

Patienten mit diesem sogenannten Implantationsversagen könnten von dieser Methode profitieren.

Was kostet das Endometrium-Scratching?

Das Scratching wird zurzeit nicht von den Krankenkassen als Regelleistung anerkannt!

Eine Erstattung der Vergütung durch Erstattungsstellen ist möglicherweise überhaupt nicht oder nicht in vollem Umfang gewährleistet.

Die Kosten betragen inklusive Spezialkatheter 85,00€

Was ist ein ERA-Test?

Grundlage:

Im Laufe eines weiblichen Zyklus kommt es nach dem Eisprung unter dem Einfluss der weiblichen Hormone zu einer (zeitlich begrenzten) Veränderung der Gebärmutterschleimhaut, welche es dem Embryo erlaubt sich einzunisten. Diese Zeitspanne wird als sog. „Implantationsfenster“ bezeichnet.

Theorie:

Manche  Patienten werden trotz mehrfacher Transfers qualitativ guter Embryonen (nach künstlicher Befruchtung) und trotz bereits erfolgter umfassender Diagnostik nicht schwanger. Es gibt Studien, welche nahe legen, dass in einigen dieser Fälle o.g. Implantationsfenster „verschoben“ sein kann.

Ansatz:

Die sogenannte Rezeptivität (Implantationswahrscheinlichkeit) kann mit den klassischen Untersuchungen wie Ultraschall, Hormonbestimmung sowie auch histologischer Untersuchung nach Biopsie der Gebärmutterschleimhaut nur unzureichend beurteilt werden. Eine Bestimmung der für die Rezeptivität verantwortlichen Gene scheint ein vielversprechender Ansatz zu sein. Für diese Untersuchung muss ein wenig Gebärmutterschleimhaut gewonnen und untersucht werden (siehe auch: Endometrium-Biopsie).

Anhand dieses Endometrial-Receptivity-Arrays (ERA) kann der optimale Zeitpunkt für einen Embryotransfer genauer eingegrenzt werden.

Um den nachfolgenden Embryotransfer unter standardisierten Bedingungen erfolgreich durchführen zu können, erfolgen sowohl der ERA sowie auch die nachfolgenden Transfers analog den Bedingungen eines Kryo-Zyklus (Aufbau der Schleimhaut mit Östrogenen und Umwandlung der Schleimhaut mit Progesteronen, gefolgt von einem zeitlich definierten Auftau und Transfer zuvor eingefrorener befruchteter Eizellen bzw. Embryonen).

Es bedarf allerdings noch weiterer Studien, um die Effektivität dieser Methode abschließend zu belegen. Es wird derzeit noch ein wissenschaftlicher Diskurs geführt.

Diese dient dazu, innerhalb eines Monatszyklus die Eierstöcke (Ovarien) dazu anzuregen, mehrere Eibläschen (Follikel) zu bilden, um damit mehrere befruchtungsfähige Eizellen zu erhalten. Damit erhöht sich die Wahrscheinlichkeit nach dem Verkehr oder einer Insemination eine Eizellbefruchtung zu erzielen. Im Rahmen einer IVF- oder ICSI-Behandlung dürfen bis zu drei Embryonen in die Gebärmutterhöhle zurückübertragen werden (Embryotransfer), um die Chancen des Eintretens einer Schwangerschaft zu erhöhen. Um dies zu erreichen, ist es ebenfalls vorteilhaft, möglichst viele befruchtungsfähige Eizellen für die IVF oder ICSI zur Verfügung zu haben, da i. d. R. nicht alle befruchtet werden. Hierbei entstehende überzählige befruchtete Eizellen können auf Wunsch für weitere Transfers eingefroren (kryokonserviert) werden.

Dies ist die klassische Form der extrakorporalen Befruchtung, also der Befruchtung von Eizellen außerhalb des Körpers. Nach der hormonellen Stimulation der Eierstöcke werden kurz vor dem Eisprung die herangereiften Eizellen durch die Scheide entnommen und in einem Kulturgefäß mit den aufbereiteten Samenzellen des Ehemannes zusammengebracht, um eine Befruchtung herbeizuführen. Nach zwei bis drei Tagen im Brutschrank werden bis zu drei befruchtete, mehrfach geteilte Eizellen, die man bereits als Embryonen bezeichnet, mittels eines dünnen Schlauches (Katheter) in die Gebärmutterhöhle übertragen (Embryotransfer). Die IVF wird durchgeführt, wenn die Eileiter der Frau verschlossen oder nicht funktionsfähig sind. Aber auch die eingeschränkte Qualität des Samens, Endometriose oder unklare Sterilität bei Versagen anderer Methoden können eine Indikation für eine IVF sein.

Die Insemination ist ein einfaches, wenig aufwendiges Verfahren der assistierten Reproduktionsmedizin. Voraussetzung für ihre Durchführung ist, dass zumindest ein Eileiter intakt ist. Zum Zeitpunkt des Eisprungs werden durch spezielle Verfahren Samenzellen des Partners isoliert und mittels eines dünnen Schlauches (Katheter) in die Gebärmutterhöhle eingebracht. Die Samenzellen müssen dann lediglich noch den Weg durch die Eileiter bis zu der/den Eizelle(n) zurücklegen, was die Wahrscheinlichkeit einer Eizellbefruchtung erhöht. Die Insemination wird durchgeführt, wenn z. B. die Anzahl und Beweglichkeit der Samenzellen des Mannes eingeschränkt sind oder nur ein verminderter Anteil an normal geformten Samenzellen verfügbar ist.

Die intracytoplasmatische Spermatozoeninjektion (ICSI), eine Weiterentwicklung der IVF, unterscheidet sich von der normalen IVF dadurch, dass die Vereinigung der entnommenen Eizellen mit den Samenzellen des Ehepartners unter einem speziellen Mikroskop durchgeführt wird. Hierbei wird mittels einer hauchdünnen Glaskapillare eine einzige Samenzelle in eine Eizelle injiziert. Die übrigen Schritte der ICSI-Behandlung wie z. B. die hormonelle Ovarstimulation oder die Eizellentnahme, sind die gleichen wie bei der normalen IVF. Die ICSI wird vor allem dann angewendet, wenn die Anzahl, Beweglichkeit und das äußere Erscheinungsbild der Samenzellen sehr stark eingeschränkt sind.

Spermien und Hodengewebe

Das Einfrieren (Kryokonservierung) von Sperma ist insbesondere dann anzuraten, wenn eine anstehende Behandlung (z.B. Chemotherapie bei Hodentumorleiden) mit einer länger andauernden quantitativen und qualitativen Beeinträchtigung der Samenzellbildung einhergeht.

Wir führen wir die Kryokonservierung von Sperma zur Langzeitlagerung in der Kryobank der Fa. Kryo Kindwunsch GmbH & Co.KG durch. Hier kann das eingelagerte Erbgut über viele Jahre hinweg verwahrt und bei Bedarf für die Durchführung einer Insemination, einer IVF oder ICSI abgerufen werden. Im Rahmen einer Sterilitätsbehandlung können aber auch andere Gründe wie z.B. eine psychische Impotenz, eine Erkrankung oder eine längere Abwesenheit des Partners die Kryokonservierung von Sperma notwendig machen. Die eingefrorenen Spermaproben werden hierfür bei uns in der Praxis gelagert und können bei Bedarf aufgetaut und für die entsprechenden Behandlungsverfahren verwendet werden. Die Kryokonservierung ist natürlich auch mit Samenzellen möglich, die mittels MESA (mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration) gewonnen wurden. Ebenso kann das bei einer TESE (testikuläre Spermienextraktion) gewonnene Hodengewebe tiefgefroren aufbewahrt werden. I. d. R. können jeweils mehrere Proben eingefroren werden, welche die Durchführung mehrerer ICSI-Zyklen erlauben. Daher ist meist nur ein einmaliger operativer Eingriff erforderlich. Hodengewebsproben können ebenfalls in der Kryobank der Fa. Kryo Kindwunsch GmbH & Co.KG für viele Jahre eingelagert werden.

Eizellen (Oozytenbanking)

Die Kryokonservierung früher Eizellstadien bis hin zur reifen Eizelle (in unbefruchtetem Zustand) war bis in die jüngere Zeit nur mit unbefriedigendem Erfolg möglich, da geeignete Einfriermethoden nicht verfügbar waren. Somit war eine Sicherung der Fertilität von Frauen, die sich aufgrund einer Krebserkrankung mit einer Chemo- oder Strahlentherapie und/oder einer Entfernung der Eierstöcke auseinandersetzen mussten, nicht möglich.
Die Entwicklung und Verfeinerung neuer Einfriertechniken (z. B. Vitrifikation), hat jedoch in jüngster Zeit dazu geführt, dass mittlerweile auch bei so genannten Metaphase-II-Eizellen (reife unbefruchtete Eizellen) hohe Überlebens- und zufrieden stellende Befruchtungsraten nach Kryokonservierung erzielt werden können. 
Es ist möglich, nach hormoneller Stimulation der Eierstöcke mittels einer transvaginalen Follikelpunktion Eizellen zu gewinnen, diese einzufrieren und über viele Jahre hinweg tiefgefroren unter Erhalt der biologischen Aktivität aufzubewahren.

Stellt sich bei einem Paar der Kinderwunsch ein, können diese Eizellen aufgetaut und extrakorporal befruchtet werden. Die entstehenden Embryonen werden anschließend in die Gebärmutter der Frau übertragen (Embryotransfer).
Die Stimulation der Eierstöcke erfordert je nach Protokoll ca. 14 Tage und verzögert in einigen Fällen den zügigen Beginn einer onkologischen Behandlung. Eine Alternative hierzu bietet die In-vitro-Maturation (IVM), die auf einer Entnahme sehr früher Eizellstadien (vom 5. bis 7. Zyklustag) aus den nur kurzzeitig stimulierten Eierstöcken beruht. Diese gewonnenen Frühstadien werden zunächst eingefroren, bei Bedarf später im Labor zur Weiterreifung veranlasst und ggf. befruchtet. Auch die Kryokonservierung von Eierstockgewebe ist viel versprechend und hat in Einzelfällen schon nach Autotransplantation des aufgetauten Gewebes zu Follikelbildung, Eisprüngen und der Geburt eines Kindes geführt.
Sowohl die In-vitro-Maturation als auch das Ovarialgewebebanking sind Methoden die noch weiter entwickelt werden müssen und als Standardverfahren ggf. in Zukunft zur Verfügung stehen.

Befruchtete Eizellen (PN-Stadien)

Häufig gehen aus einer IVF- oder ICSI-Behandlung mehrere befruchtete Eizellen hervor. Laut dem deutschen Embryonenschutzgesetz dürfen sich jedoch nur drei befruchtete Eizellen (Vorkerneizellen) zum Embryo weiterentwickeln. Es besteht allerdings die Möglichkeit, die überzähligen Vorkerneizellen einzufrieren (Kryokonservierung). Die tiefgefrorenen Vorkerneizellen können in späteren Zyklen aufgetaut werden, zu Embryonen heranwachsen und schließlich in die Gebärmutter übertragen werden. Die Chance auf eine Schwangerschaft ist jedoch im Vergleich zur Übertragung "frischer" Embryonen vermindert.
Zur Erhaltung der Fruchtbarkeit von Tumorpatientinnen empfiehlt sich die Kryokonservierung von Keimzellen.
Die Behandlung von Tumorpatientinnen mittels einer Chemo- oder Strahlentherapie kann eine vorübergehende oder gar bleibende Infertilität bewirken. Für die betroffenen Patientinnen ist ein späterer Kinderwunsch oft nur dann erfüllbar, wenn rechtzeitig vor der Tumorbehandlung Eizellen oder Eierstockgewebe kryokonserviert werden. Die kryokonservierten Proben können über viele Jahre hinweg ohne Verlust der biologischen Aktivität gelagert und bei Bedarf für eine Kinderwunschtherapie verwendet werden.
Bei Frauen ist eine Kryokonservierung von überzähligen befruchteten Eizellen (Pronukleus-Stadien), die aus einer künstlichen Befruchtungsbehandlung resultieren, seit vielen Jahren Standard.
Aufgrund verbesserter Einfrierprotokolle ist es inzwischen möglich, reife Eizellen (Metaphase-II-Stadien) einzufrieren und zu einem späteren Zeitpunkt aufzutauen, um sie zum Zwecke einer Übertragung in die Gebärmutter der Patientin zu befruchten und so deren Kinderwunsch zu erfüllen. Inzwischen liegen die hierbei erzielbaren Schwangerschaftsraten durchaus im Bereich der mit frisch gewonnenen Eizellen erzielten Ergebnisse.
Auch die Kryokonservierung von ovariellem Gewebe gewinnt zunehmend an Bedeutung. Über die optimale Verwendung des tief gefrorenen Keimzellgewebes müssen zukünftige Erkenntnisse Aufschluss geben. Gegenstand intensiver Forschungen sind derzeit

  1. Die Autotransplantation, bei der der Patientin das aufgetaute, eigene Gewebe entweder in der Bauchhöhle (orthotop) oder an einer bestimmten Körperstelle unter der Haut (heterotop) verpflanzt wird. Ziel hierbei ist es, entweder die Hormonproduktion wieder in Gang zu setzen, bei Kinderwunsch die Fähigkeit zur Spontankonzeption wieder herzustellen oder Follikel zur Eizellgewinnung heranreifen zu lassen.
  2. Die Xenotransplantation, bei der das aufgetaute Gewebe immundefizienten Mäusen mit dem Ziel implantiert wird, Follikel dort zur Reife gelangen zu lassen, um Eizellen zu gewinnen.
  3. Die In-Vitro-Maturation, bei der das aufgetaute Gewebe im Labor kultiviert wird, um daraus Eizellen zu gewinnen.

Alle drei Verfahren ermöglichen es, reife Eizellen zu gewinnen, die durch etablierte Standardverfahren der In-Vitro-Fertilisation befruchtet werden können. Die sich daraus entwickelnden Embryonen können in die Gebärmutter der Patientin übertragen werden und schließlich zur gewünschten Schwangerschaft führen.

Welches der geschilderten Verfahren sich letztlich durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Jüngste Forschungsergebnisse geben jedoch der Hoffnung Anlass, dass in nicht allzu ferner Zeit zufrieden stellende Behandlungsergebnisse erzielt werden können.

Angesichts der Tatsache, dass eine Chemo- oder Strahlentherapie die Fruchtbarkeit einer Frau stark gefährden kann, sollte einer betroffenen Patientin die Kryokonservierung von ovariellem Gewebe bereits heute empfohlen werden, da, wie gezeigt, zu erwarten ist, dass Erfolg versprechende Behandlungsverfahren bald etabliert sein werden und die Option, die Fertilität durch die Kryokonservierung zu erhalten, nur einmal gegeben ist.

Langzeitkryolagerung von Sperma/Hodengewebe

Seit geraumer Zeit arbeiten wir mit der Fa. Kryo-Kindwunsch GmbH & Co. KG im Bereich der Kältekonservierung von Sperma und Hoden-Biopsaten zusammen. Erforderlich wird eine solche Maßnahme bei Patienten, bei denen aufgrund einer medizinisch notwendigen Tumor-Therapie (z. B. Chemo- oder Strahlentherapie) eine vorrübergehende oder gar bleibende Unfruchtbarkeit droht. Für die Betroffenen, meist sehr junge Männer, ist ein späterer Kinderwunsch häufig nur dann erfüllbar, wenn rechtzeitig vor der Tumorbehandlung Sperma, bzw. bei azoospermen Patienten mit ausreichender Spermiogenese, Hodenbiopsate kältekonserviert werden. Die kältekonservierten Proben können über viele Jahre hinweg gelagert und bei Bedarf für eine Kinderwunschtherapie verwendet werden.

Bei Patienten, die eine Kältekonservierung ihres Erbguts wünschen, sollte ein aktuelles Spermiogramm mit zugehöriger mikrobiologischer Untersuchung vorliegen. Wenn möglich, sollten die Patienten mindestens zwei bis drei Wochen vor der anstehenden Tumorbehandlung zu uns kommen. So bleibt genug Zeit das Sperma mehrerer Ejakulate einzufrieren, um so ein möglichst großes Reservoir für eine spätere Kinderwunschbehandlung zur Verfügung zu haben. Natürlich bieten wir diesen Service auch Männern an, die sich einer Sterilisation unterziehen möchten.

Eine Kryokonservierung von Hodenbiopsaten kann auch, wenn der Eingriff von Ihnen selbst durchgeführt wird, kurzfristig vereinbart werden. Ansonsten kooperieren wir für diesen Zweck mit erfahrenen Kollegen. Wenden Sie sich zur Terminabsprache bitte rechtzeitig an uns. Die Organisation des Transports der Spermaproben bzw. Hodenbiopsate zur Kryo-Kindwunsch GmbH & Co.KG übernehmen wir.

Die Kosten für die Kältekonservierung von Sperma oder Hodengewebe von Tumorpatienten werden von manchen Krankenkassen übernommen. Alle Krankenversicherer entscheiden im Einzelfall über eine Kostenübernahme. Es empfiehlt sich daher im Vorfeld einer geplanten Tumortherapie einen formlosen Antrag bei der Krankenkasse zur Kostenübernahme zu stellen. Preise für die Krykonservierung auf Anfrage.

Bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an unser IVF-Labor: 
Herr Dr. Al Azzeh
Tel.: 02161/49686-280

Bei PICSI benutzt man ein Spezialmedium, an dem die „besseren“ Spermien haften bleiben und verwendet diese für ICSI. Es gibt erste Studien, die einen besseren Schwangerschaftserfolg nahe legen (Parmegiani et al. (2010a)“Physiologic ICSI“ Hyaluronic acid (HA) favors selection of spermatozoa without DNA fragmentation and with normal nucleus, resulting in improvement of embryo quality. Fert. Steril. 93,598-604).

Das Spezialmedium stellt eine natürliche Alternative zu herkömmlichen Medien dar, denn es besteht aus Hyaluronat (HA), einer natürlich vorkommenden Substanz im Cumulus Komplex; es hat keine toxischen oder immunologischen Effekte auf Spermien oder Eizellen.

Zwei Hauptfaktoren unterscheiden HA von anderen Medien:

  1. Erhöhter Sicherheitsaspekt: HA ist Teil der natürlichen Umwelt der Oozyte und vollständig biologisch abbaubar.
  2. Qualitative Spermienauswahl: Das Auswahlverfahren von SpermSlow basiert auf der Spermienbindung an HA mittels Rezeptoren an den Spermienköpfen. Nur reife Spermatozoen binden effektiv, deswegen ist es möglich, nur die kompetenten Spermien mit besserer Entwicklungsreife und DNA-Integrität auszuwählen.

Wertung: Ein wissenschaftlich stichhaltiger Beweis ist erst nach weiteren klinischen Studien zukünftig ggf. möglich.

Wann ist PICSI sinnvoll?

Anzuraten ist PICSI in folgenden Situationen:

  • geringe Follikelanzahl
  • Frauen älter als 38 Jahre
  • AMH-Wert der Frau < 0,5 ng/ml
  • 2 durchgeführte ICSI-Behandlungen ohne Eintreten einer Schwangerschaft
  • Vorliegen einer deutlich reduzierten Spermienanzahl (Kryptozoospermie) im Spermiogramm

Entnahme des 1. und 2. Polkörpers (Pfeile) aus dem perivitellinen Raum einer befruchteten Eizelle mittels Biopsie
Entnahme des 1. und 2. Polkörpers (Pfeile) aus dem perivitellinen Raum einer befruchteten Eizelle mittels Biopsie

Patienteninformation zur Polkörperdiagnostik (PKD)

Chromosomenfehlverteilungen tragen maßgeblich zum Verlust von Embryonen vor und nach der Implantation bei. Zahlreiche Studien belegen, dass das Implantationsversagen von Embryonen sowohl nach natürlicher Empfängnis als auch nach erfolgter IVF bzw. ICSI – Therapie sowie das Auftreten von Aborten im ersten Drittel der Schwangerschaft zu einem erheblichen Anteil auf spontan entstandene Chromosomenfehlverteilungen zurückzuführen ist. Für die IVF/ICSI - Behandlung liegt daher der Gedanke nahe, durch eine Polkörperdiagnostik Eizellen mit möglichen Chromosomenfehlverteilungen vom Befruchtungsvorgang auszuschließen und damit den Anteil transferierter Embryonen mit einem normalen Chromosomensatz maßgeblich zu erhöhen.

Es besteht die Möglichkeit, im Rahmen der bei Ihnen geplanten IVF – oder IVF /ICSI – Behandlung eine zusätzliche Untersuchung an Ihren Eizellen durchzuführen, die als Polkörperdiagnostik bezeichnet wird. Eine derartige Untersuchung kann Aufschluss über die Qualität Ihrer Eizellen geben und die Aussichten auf Erfolg Ihrer Behandlung verbessern.

Die Polkörperdiagnostik bietet derzeit unter Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland die einzige Möglichkeit zu einer chromosomalen/genetischen Untersuchung an unbefruchteten Eizellen. Die nachfolgenden Informationen sollen Ihnen einen Überblick über dieses spezielle Diagnoseverfahren vermitteln und erklären, was es für Sie bedeutet, wenn Sie sich für diese zusätzliche Untersuchung entscheiden.

Allgemeine Informationen

Während ihres Heranreifens muss die Eizelle 2 Reifeteilungen durchlaufen. Ein zunächst zweifach vorhandener Chromosomensatz wird bei der 1. Reifeteilung gleichmäßig auf die Eizelle und den 1. Polkörper verteilt, der in den perivitellinen Raum, also den Bereich zwischen der Eizelle und der Hülle, welche die Eizelle umgibt (Zona pellucida), ausgeschleust wird. Die Eizelle ist danach im reifen Stadium und bereit, durch das Eindringen einer Samenzelle, befruchtet zu werden. Im Anschluss erfolgt die 2. Reifeteilung, bei der jedes Chromosom in zwei Chromatiden gespalten wird. Die Chromatiden werden nun abermals gleichmäßig auf die Eizelle und den 2. Polkörper verteilt, der dann ebenfalls ausgeschleust wird.

Im Normalfall ist die Anzahl der Chromosomen in den Eizellen und in den zugehörigen Polkörpern gleich. Es ist jedoch bekannt, dass chromosomale Verteilungsfehler während der Reifeteilung auftreten können, die zu numerischen Chromosomenanomalien (Aneuploidien) in den betroffenen Eizellen führen. Wenn eine derartige Chromosomenfehlverteilung auftritt, dann ist die Anzahl der Chromosomen in den Eizellen und in den zugehörigen Polkörpern ungleich. Aktuelle wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass Eizellen von Patientinnen im Alter > 35 Jahre eine Chromosomenfehlverteilungsrate von über 50% aufweisen (Pellestor et al., Hum Genet 112, 2003). Das bedeutet, dass von vorneherein über die Hälfte der Eizellen nicht in der Lage ist, eine gesunde Schwangerschaft hervorzubringen. Dies ist als einer der Gründe dafür zu werten, dass bei Frauen mit zunehmendem Lebensalter die Chance für den Eintritt einer Schwangerschaft sinkt, während gleichzeitig das Risiko chromosomal bedingter Fehlgeburten bis hin zur Geburt eines Kindes, welches von einer Chromosomenstörung ( z.B. Down-Syndrom ) betroffen ist, ansteigt. Relevant sind hierbei vor allem Aneuploidien ( Fehlverteilungen ) der Chromosomen 13, 15, 16, 18, 21 und 22 (Wieacker et al., Reproduktionsmedizin 18, 2002). Hauptsächlich werden diese Anomalien auf chromosomale Fehlverteilungen zurückgeführt, die in den Eizellen überwiegend während der 1. Reifeteilung stattfinden (Abruzzo und Hassold, Environ Mol Mutagen 25, 1995).

Durchführung einer Aneuploidiediagnostik an Polkörpern

Beide Polkörper können nach Öffnung der Eizellhülle mittels eines speziellen, für die Eizelle ungefährlichen Lasers durch eine Biopsie aus der Eizelle entnommen und einer FISH-Analyse (Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung) unterzogen werden. Mit dieser Untersuchungsmethode können die Chromosomen- bzw. Chromatidensätze in den Polkörpern überprüft und damit Rückschlüsse auf den in der Eizelle verbliebenen Chromosomensatz gezogen werden. Eizellen mit chromosomalen Abweichungen können so identifiziert werden.

Diese Information ist sehr wertvoll, da es bei den Reifeteilungen zu Fehlverteilungen der Chromosomen (Aneuploidie) kommen kann. Etwa 95% aller Verteilungsfehler entstehen bei der 1. Reifeteilung, also bei der Bildung des 1. Polkörpers und nur wenige (ca. 5%) bei der Bildung des 2. Polkörpers (2. Reifeteilung).

Häufig gehen die aus aneuploiden Eizellen entstandenen Embryonen bereits vor oder kurz nach der Einnistung in der Gebärmutter zugrunde. In einigen Fällen können jedoch ausgeprägte Fehlentwicklungen die Folge sein. So wird z. B. Mongolismus (Down-Syndrom) durch das dreifache Vorliegen des Chromosoms 21 verursacht.

Chromosomenstörungen bei Embryonen sind zu 80 % eizellbedingt, zu 20% beruhen sie dagegen auf Fehlverteilungen in den Samenzellen. Der Anteil aneuploider reifer Eizellen steigt bei Frauen nach dem 35. Lebensjahr stark an. Bei über 40-jährigen Frauen beträgt der Anteil dieser Eizellen bereits 50 bis 70 %. Für diese Frauen ist die Chance des Eintretens und des komplikationsfreien Austragens einer Schwangerschaft deutlich vermindert.

Die Polkörperchendiagnostik (PKD) ist ein international etabliertes, erfolgreich eingesetztes diagnostisches Verfahren zur Vermeidung der Übertragung von genetisch nicht intakten Embryonen. Die Entnahme der beiden Polkörper ist bei sachgemäßer Durchführung für die Eizelle und deren weitere Entwicklung ungefährlich und erfolgt wenige Stunden nach Durchführung der IVF bzw. ICSI. Wir weisen jedoch darauf hin, dass die Entnahme des 2. Polkörpers nicht immer möglich ist, da dieser oft noch fest mit der Eizellmembran verbunden ist und dann ohne Schädigung der Eizelle nicht entnommen werden kann.

Die Auswertung der Untersuchung der entnommenen Polkörper erfolgt erst am darauf folgenden Tag. Im Labor werden dann die genetisch einwandfreien Eizellen für den Transfer weiter kultiviert.

Statistisch bedeutsam sind vor allem Fehlverteilungen der Chromosomen 13, 16, 18, 21 und 22. Diese werden bei einer routinemäßig durchgeführten FISH-Untersuchung im Rahmen der PKD erfasst. Je nach genetischer Ausgangssituation des Paares können aber auch verschiedene andere Chromosomen analysiert werden.

Risiken

Zahlreiche Untersuchungen im Tiermodell und auch beim Menschen haben gezeigt, dass keine Schädigungen von Embryonen, die aus biopsierten Eizellen hervorgingen, zu beobachten waren.

Die Untersuchungen mit der FISH-Technik umfassen wie erwähnt i. d. R. nur die Chromosomen 13, 16, 18, 21, und 22. Eine Fehlverteilung der übrigen Chromosomen kann demzufolge nicht ausgeschlossen werden. Kann der 2. Polkörper aus bereits genannten Gründen nicht entnommen werden, besteht ein methodisch bedingtes Restrisiko für weitere nicht erkannte Fehlverteilungen von ca. 5 %. Unabhängig davon wie eine Schwangerschaft zustande kommt, d. h. auch wenn sie auf normalem Wege entsteht, besteht immer ein genetisches Grundrisiko von ca. 3 - 5 % für das Auftreten von kindlichen Fehlbildungen.

Daher empfehlen wir Ihnen trotz der Durchführung der Polkörperdiagnostik im Falle einer Schwangerschaft die verschiedenen vorgeburtlichen Untersuchungen wie Ultraschalluntersuchungen, Bluttests und ggf. genetische Untersuchungen wie z. b. eine Fruchtwasseranalyse, durchführen zu lassen.

Ziel der Polkörperdiagnostik

  1. Vermeidung der Übertragung von Embryonen mit Chromsomenfehlverteilungen, die nicht zu einer Schwangerschaft führen oder die im Falle einer Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt enden, die ggf. eine Ausschabung notwendig macht und mit großen seelischen und körperlichen Schmerzen verbunden sein kann.
  2. Prognosestellung für den weiteren Behandlungsverlauf. Aus den Erfahrungen der internationalen Wissenschaft wissen wir, dass Frauen, die ausschließlich Eizellen mit Chromsomenfehlverteilungen hervorbringen, mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in künftigen Behandlungszyklen keine gesunden Eizellen bilden werden. Diese Erkenntnis ist zwar sehr bitter, kann aber dennoch zu der Entscheidung führen, keine weiteren Behandlungsversuche durchzuführen und Kosten auf sich zu nehmen, die in keinem Verhältnis zu den Chancen auf ein gesundes Kind stehen.

In unserem Kinderwunschzentrum führen wir die Polkörperanalyse mittels FISH-Technik in Kooperation mit der Universitätsfrauenklinik Bonn durch.

Kosten

Die genetische Diagnostik an Eizellen ist nicht Leistungsinhalt der Gesetzlichen (GKV) und nur vereinzelt der Privaten Krankenkassen (PKV). Deshalb kann diese Leistung in der Regel nicht zu Lasten der Krankenkassen erbracht werden. (Bzgl. der Kosten siehe aktuelle Preisliste)

Vor der Durchführung der Polkörperdiagnostik ist ein Beratungsgespräch mit einem der behandelnden Ärzte notwendig. Entschließen Sie sich dazu, die Polkörperdiagnostik durchführen zu lassen, so muss eine von Ihnen und dem Arzt unterzeichnete Einverständniserklärung vorliegen.

Sind im Sperma eines Mannes keinerlei Samenzellen zu finden weil z.B. die Samenleiter verschlossen oder nicht vorhanden sind, besteht die Möglichkeit, befruchtungsfähige Samenzellen aus dem Nebenhoden zu gewinnen. Die bei dieser mikrochirurgischen epididymalen Spermienaspiration (MESA) durch Punktion der Nebenhoden gewonnenen Samenzellen können dann für eine Mikroinjektion (ICSI) verwendet werden. Auch direkt aus dem Hodengewebe isolierte Samenzellen (testikuläre Spermienextraktion, TESE) können für die Mikroinjektion (ICSI) verwendet werden. Sowohl die MESA als auch die TESE werden von uns in Kooperation mit erfahrenen Urologen www.mariahilf.de durchgeführt. Beide Verfahren erfordern nur sehr kurze operative Eingriffe.

Das Embryoscope - Neueste Technik erhöht die Erfolgschancen der Kinderwunschbehandlung

Neueste Technik erhöht die Erfolgschancen der Kinderwunschbehandlung

Am Beginn einer Schwangerschaft steht die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut. Es war immer eine der großen Herausforderungen der Kinderwunschbehandlung, die Einnistungsfähigkeit eines Embryos abzuschätzen. Über viele Jahre machte die Forschung hier kaum Fortschritte.

Daher sind wir besonders stolz, Ihnen nun das „Embryoscope“ vorzustellen, einen High-Tech Inkubator mit integrierter Kamera, der uns in dieser Hinsicht ein großes Stück weiterbringt.

Verbessern Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Behandlung

Normalerweise muss der Embryologe die Schälchen mit den Embryonen während der Behandlung drei- oder viermal aus dem Inkubator nehmen, um unter dem Mikroskop den Entwicklungsverlauf zu überprüfen. Dies erfolgt zu genau festgelegten Zeiten über drei bis fünf Tage hinweg und ist immer mit einer Störung der Embryonen verbunden. Um die Störung möglichst kurz zu halten, beschränkt sich der Biologe dabei auf das Nötigste, d.h. seine Beurteilung basiert auf einer kurzen „ Momentaufnahme“.
Durch das Embryoscope hat das Laborpersonal nun ungleich bessere Möglichkeiten: Das System besteht aus einem Inkubator auf dem neuesten Stand der Technik, einer eingebauten, hochauflösenden Kamera, einem speziellen Schalensystem, das die Embryonen aufnimmt und einer intelligenten Software zur Beurteilung der Embryonen.

Wie funktioniert das Embryoscope?

Mittels der eingebauten Kamera dokumentiert das Embryoscope die Entwicklung der Embryonen kontinuierlich, indem es alle 5-20 Minuten ein Bild von jedem Embryo aufnimmt. Daraus erstellt das Gerät einen Zeitraffer-Film der Entwicklung jedes einzelnen Embryos über zwei bis fünf Tage hinweg. Die Embryonen bleiben dabei stets in der optimalen, stabilen Kulturumgebung des Inkubators, jede Störung durch Herausnehmen entfällt. Eine hochentwickelte Software erlaubt es dem Biologen, die Einnistungschancen jedes Embryos anhand der lückenlosen Zeitraffer-Aufnahmen besser abzuschätzen als jemals zuvor.

Wir im Kinderwunschzentrum Niederrhein wissen mehr über Ihre Embryonen.

Lückenlose Informationen aus der frühen Embryonalentwicklung sind für die Beurteilung der Entwicklungsfähigkeit eines Embryos sehr wichtig. In vielen IVF-Zentren fehlt bisher die Möglichkeit, diese Informationen zu gewinnen. Mit der neuesten Technik verbessern wir so Ihre Chancen auf eine Schwangerschaft. Bei der Beurteilung Ihrer Embryonen hilft uns die intelligente Software des Embryoscopes, die auf der Grundlage tausender Behandlungszyklen entwickelt wurde. So können wir sicherstellen, dass die Embryonen, die wir in Ihre Gebärmutter übertragen, die bestmögliche Entwicklungsfähigkeit haben.

Kommt das Embryoscope für meine Behandlung in Frage?

Der Informationsgewinn, den uns das Embryoscope verschafft, kann sich positiv auf den Behandlungserfolg auswirken. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass die Embryobeurteilung mittels dieser neuen Technik die Schwangerschaftsrate verbessert. Dieser Effekt war selbst bei älteren Patientinnen erkennbar. Darüber hinaus  - und nicht weniger wichtig – war eine verringerte Häufigkeit von Frühaborten nachweisbar. Positiv ist auch das reduzierte Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft: Durch die verbesserte Technik der Embryobeurteilung kann bei gleichbleibender Erfolgschance die Anzahl der Embryonen reduziert werden.

Die Time-Lapse-Technik sollte besonders Anwendung finden bei:

  • verlängerter Kultur/Blastozystenkultur
  • auffälliger Embryoentwicklung in Vorzyklen
  • wiederholtem Implantationsversagen
  • wiederholten Fehlgeburten(Aborten)
     

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Deutsche Gesellschaft für Reproduktionsmedizin

Empfehlungen und Bewertungen

Frauenärzte
in Mönchengladbach auf jameda
01/2018

Sehr guter Arzt

Wir waren von Februar 2018 bis März 2019 in Behandlung bei Herrn Dr. Döhmen und seinem Team. Wir empfanden uns dort als sehr gut aufgehoben Das gesamte Team ist super freundlich. [...] Wenn Herr Dr. Döhmen mal nicht da war, hatte seine Vertretung Herr Dr. Bender übernommen, auch dieser Arzt ist super. Können wir also nur empfehlen. Ergebnis: 35. SSW mit Zwillingen.

Bewertung vom 30.09.2019

Sehr guter Arzt und tolles Praxisteam!

Nach mehreren Beratungen in verschiedenen Kinderwunschzentren haben wir uns erst bei Dr. Döhmen sehr gut aufgehoben gefühlt. Man hatte zu keiner Zeit das Gefühl, einer von ganz vielen zu sein. Das hat uns in den anderen Zentren immer gestört. Insgesamt waren wir 7 Monate bei ihm in Behandlung und haben in dieser Zeit auch Dr. Bender kennengelernt - genauso zu empfehlen. Unser Wunsch ging in Erfüllung - vielen Dank an das gesamte Praxisteam. Wir werden Sie weiterempfehlen.

Bewertung vom 03.09.2019

Sehr kompetenter und einfühlsamer Arzt

Wir waren für circa ein Jahr in einer Behandlung bei Herrn Dr. Döhmen. Wir haben uns in der gesamten Zeit sehr gut aufgehoben gefühlt. Das gesamte Personal ist stets freundlich und sie sind alle super super lieb dort! Leider waren die 3 ICSIs nicht erfolgreich, was aber definitiv nichts mit der Behandlungsmethode zu tun hatte, sondern an meiner Eizellausbeute lag. Es war eine sehr emotionale Zeit und das gesamte Team war sehr bemüht und einfühlsam. Danke dafür!

Bewertung vom 05.08.2019

Sehr sehr zu empfehlen

Eine gute Praxis funktioniert am besten in einem super Team, wo Ärzte und Angestellte Hand in Hand zusammenarbeiten. Wir haben uns sehr gut betreut und aufgehoben gefühlt. Ohne Ihre fachlichen Kompetenzen und Ihr nötiges Einfühlungsvermögen wäre unser Wunsch möglicherweise ein Wunsch geblieben. Wir bedanken uns herzlich bei Ihnen und Ihrem gesamten Team bei der Unterstützung zur Erfüllung unseres Wunschtraums.

Bewertung vom 10.06.2019

Ein sehr kompetenter, netter und erfahrener Arzt

Wir waren super zufrieden, sowohl mit Dr. Döhmen als auch mit dem gesamten Praxisteam. Sehr nettes Personal, haben uns bei Fragen immer gut und ausführlich aufgeklärt. Dr. Döhmen ist ein sehr netter, erfahrener und vertrauensvoller Arzt. Weiß, was er tut und geht mit Patienten sehr freundlich um.

Bewertung vom 03.04.2019

Erfolgreiche Kinderwunschbehandlung

Wir waren von August 2017 bis August 2018 bei Dr. Döhmen in Behandlung. Er ist sehr direkt, sachlich bezogen und dreht kein Tuch um irgendwelche Dinge. Man weiß sofort, woran man ist und wie die Möglichkeiten sind. Wir persönlich haben die ehrliche und direkte Art sehr begrüßt, alle fachlichen und medizinischen Informationen waren verständlich. Team auch immer sehr lieb und bemüht. [...] Wir sind nun in der 32. SSW und somit im Endspurt und würden immer wieder zu Dr. Döhmen in die Praxis gehen.

Bewertung vom 04.02.2019

Rundum zufrieden

Auf Empfehlung von Freunden haben wir uns an die Praxis gewandt und waren bei Hr. Dr. Döhmen in Behandlung. Bei uns wurde eine ICSI durchgeführt und wir hatten direkt beim ersten Versuch Erfolg. Im Dezember 2018 kam unsere gesunde Tochter zur Welt. Wir fühlten uns während der Behandlung gut aufgehoben und waren rundum sehr zufrieden.

Bewertung vom 24.01.2019

Ich werde die Praxis immer empfehlen!

Die Terminvergabe ist zügig. Auch die Besprechungen, Untersuchungen und das weitere Vorgehen sind auf den Punkt. Die Betreuung ist sehr mitfühlend. Dies haben mein Mann und ich stets so empfunden. Die Praxis ist sehr gut organisiert. Wir haben uns dort sehr gut aufgehoben gefühlt!

Bewertung vom 06.01.2019

Sehr freundliche und professionelle Betreuung

Ob Dr. Döhmen oder die Angestellten, sie waren alle immer sehr zuvorkommend und sehr nett. Ich habe mich mit all meinen Ängsten und Fragen immer sehr gut aufgehoben gefühlt.

Bewertung vom 24.12.2018

Tolle Zeit

Wir sind durch meinen Frauenarzt auf diese Praxis aufmerksam gemacht worden. In den sechs Monaten der Behandlungszeit haben wir uns wohl gefühlt und mit unserem Problem verstanden. Wir hatten nie das Gefühl alleine zu sein. Über unsere Schwangerschaft haben sich alle Ärzte sowie Assistentinnen sehr gefreut. Danke für die tolle Zeit!

Bewertung vom 11.10.2018

Erfolgreiche Kinderwunschbehandlung

Sehr nettes und kompetentes Team. Erfolg bei erster Behandlung

Bewertung vom 19.07.2018

Sehr erfahrener netter Arzt

Top Behandlung, gute Erfahrung. Nach dem ersten Mal hat es geklappt, Zwillinge zu bekommen.

Bewertung vom 02.07.2018

Sehr professionelles und empathisches Praxisteam und hervorragender Arzt

Ich bin Ärztin und habe die Praxis durch eine Kollegin empfohlen bekommen, es war unser 3. ICSI Versuch nach erfolglosen Versuchen ausserhalb. Die Betreuung durch Herr Dr. Döhmen war vom ersten Tag an hervorragend, sehr professionell und alle unsere Fragen wurden beantwortet. Die Betreuung durch Dr. Döhmen im Behandlungszyklus aber auch durch das gesamte Team war grossartig und sehr positiv sodass auch wir sehr positiv eingestellt waren. Die Punktion und der Embryotransfer waren in sehr entspannter Atmosphäre und äusserst professionell. Mir ging es die ganze Zeit sehr gut, alle Fragen wurden beantwortet. Wir haben dann auch tatsächlich die wunderschöne Nachricht bekommen schwanger zu sein mit Zwillingen und ich bin mittlerweile in der 13. SSW. Ich kann die Praxis Döhmen/Schalk von ganzem Herzen empfehlen und wünsche allen Paaren mit Kinderwunsch viel Erfolg.

Bewertung vom 09.06.2018

Sehr kompetent und freundlich

Durchgehend sehr gute Praxis. Sehr erfahrener Arzt. Gesamtes Personal sehr freundlich. Hier ist man sehr gut aufgehoben.

Bewertung vom 03.06.2018

Kompetent und freundlich

Kompetent und freundlich, weiß was er tut

Bewertung vom 26.05.2018

Einfühlsam und kompetent

Alle Abläufe in der Praxis sind sehr gut organisiert. Die medizinische Versorgung wirkt absolut professionell, alle Mitarbeiter sind im hohen Maße kompetent und sicher in dem, was sie tun. Die persönliche Ansprache sowohl durch die Ärzte, als auch durch das Praxispersonal, ist von Wohlwollen und einer emphatischen Grundhaltung geprägt.

Bewertung vom 22.02.2018

Kompetenter und sehr freundlicher Facharzt

[…] Dr. Döhmen ist ein vertrauensvoller Arzt, der sich Fragen annimmt und Ruhe und Geduld ausstrahlt. Gerade wenn man als Frau einen langen, bisher unerfüllten Kinderwunsch in sich trägt, ist es sehr beruhigend, wenn man sich in guten Händen weiß.

Bewertung vom 12.12.2017

Sehr kompetentes und freundliches Team

Wir waren knapp 1 Jahr in Behandlung. Bei der 2. Kryo hat es scheinbar geklappt. Das Team war zu jeder Zeit sehr bemüht und immer nett und freundlich. Die Kompetenz ist nicht in Frage zu stellen. Die Erfolge sprechen für sich. Ich würde diese Klinik jedem weiterempfehlen und komme bei weiterem Kinderwunsch gerne wieder.

Bewertung vom 27.10.2017

Der beste Arzt aller Zeiten

Erfolgreich aus der Praxis entlassen. Dank Gott, Dr. Döhmen und dem tollen Team bin ich nun seit einem Jahr Mutter geworden. Nach 6 Jahren erfolglosem Kinderwunsch, waren diese Praxis und dieser Arzt meine allerletzte Hoffnung. Ich kann nicht genug Danke sagen, Dr. Döhmen, und bis zum nächsten Mal.

Bewertung vom 08.06.2017

Freundlich und kompetent

Eine gute Behandlung findet bereits im Vorzimmer statt, wo man freundlich aufgenommen wird und ohne lange Wartezeiten im Warteraum verweilt. Arzt ist freundlich und kompetent. Ich fühlte mich zu jeder Zeit sehr gut behandelt.

Bewertung vom 16.01.2017

Sehr nett und kompetent

Selten erlebt man heutzutage noch Ärzte, die so freundlich/menschlich mit einem umgehen, wie Herr Dr. Döhmen! Vielen Dank dafür!

Bewertung vom 11.01.2017
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